Informationsforum des Arbeitskreises für Außereuropäische Geschichte (AAG) im VHHD

An den meisten Universitäten liegt der Schwerpunkt des Fachs Geschichte im Bereich der neueren Geschichte auf der deutschen und neuerdings auch verstärkt der europäischen Geschichte. Mehrere Lehrstühle zu einem Bereich der aussereuropäischen Geschichte an einem Historischen Seminar oder Institut sind dagegen seltener. An vielen Fachbereichen gibt es aber zumindest einen aussereuropäischen Schwerpunkt.


Freie Universität Berlin

Am Lateinamerika-Institut (LAI) der FU Berlin ist eine Professur zur lateinamerikanischen Geschichte angesiedelt. Hier gibt es seit 2005 den Master-Studiengang "Interdisziplinäre Lateinamerikastudien" mit starken historischen Anteilen sowie Modulangebote für verwandte BA-Studiengänge. Außerdem sind die Lehrveranstaltungen der Professur integraler Bestandteil der BA/MA-Studiengänge für Geschichte des Friedrich-Meinecke-Instituts der FU.

http://www.lai.fu-berlin.de/studium/bachelor/index.html
http://www.lai.fu-berlin.de/studium/master/index.html Am Kennedy-Institut der FU-Berlin kann nordamerikanische Geschichte studiert werden.


Universität Bremen

Am Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen ist seit dem Sommer 2004 eine Professur zur Außereuropäischen Geschichte/ Südamerika angesiedelt. Hier gibt es ein BA-Programm mit Lehrveranstaltungen der Professur und ab dem Wintersemester 2008/2009 auch einen "Allgemeinen Master in Geschichte" unter Beteiligung der lateinamerikanischen Geschichte. Darüber hinaus wird seit dem Wintersemester 2008/2009 in Kooperation mit der Jacobs University Bremen ein englischsprachiges Masterprogramm "Modern Global History" angeboten, das Studierende mit der Geschichte verschiedener Weltregionen (Nord- und Südamerika, Asien, Afrika, Europa) und ihrer Verflechtung und zunehmenden Vernetzung seit 1850 vertraut macht.

http://www.lateinamerika-geschichte.uni-bremen.de/

Hompage der Jacobs University zu Modern Global History:

http://wwwback.jacobs-university.de/mgh/


Universität Duisburg-Essen

Am Historischen Institut gibt es eine Professur zur aussereuropäischen Geschichte, die derzeit mit einem Afrikahistoriker besetzt ist.

http://www.uni-due.de/geschichte/ausser.shtml

Universität Erfurt

Die Universität Erfurt ist als Reformuniversität bis jetzt die einzige Universität Deutschlands, die Bachelor- und Master-Studiengänge in Geschichtswissenschaft eingeführt hat, die auf der Basis von Lehrstühlen für außereuropäische und europäische Geschichte ein integriertes, weltgeschichtlich ausgerichtetes Studium ermöglichen.


http://www.uni-erfurt.de/historisches_seminar/
Hier entsprechende Abschnitte aus der neuen, modularisierten Studienordnung, die 2006 in Kraft tritt.
BA-Studienordnung (PDF-Datei)
MA-Studienordnung (PDF-Datei)


FernUniversität Hagen

Am Historischen Institut der FernUniversität Hagen sind in allen Studiengängen Veranstaltungen zu Themen der außereuropäischen Geschichte obligatorisch.


Universität Hamburg

An der Universiät Hamburg existiert ein Arbeitsbereich Aussereuropäische Geschichte:
www.phil-gesch.uni-hamburg.de/hist/hsausseuropgesch.html


Universität Hannover
http://www.hist.uni-hannover.de/


An der Leibniz Universität Hannover hat mit dem Wintersemester 2009/2010 der interdisziplinäre, forschungsorientierte Studiengang "Master Atlantic Studies in History, Culture and Society" begonnen. Der Studiengang wird von Lehrenden aus dem Historischen Seminar, dem Institut für Soziologie, dem Englischen Seminar und dem Institut für Theologie und Religionswissenschaft angeboten.

Der Masterstudiengang "Atlantic Studies in History, Culture and Society" stellt vor dem Hintergrund historischer und gegenwärtiger Globalisierungsprozesse Interaktionen und Verflechtungen zwischen den Gesellschaften Afrikas, der Amerikas und Europas, die Zusammenhänge von lokalen und globalen Prozessen sowie die weiter bestehenden Besonderheiten der Entwicklungen in den verschiedenen Weltregionen in den Mittelpunkt der Lehre.

Der Masterstudiengang Atlantic Studies in History, Culture and Society überschreitet die bestehenden disziplinären Grenzen und verknüpft Ansätze der Globalgeschichte und Historischen Anthropologie, der kulturwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft, der Entwicklungssoziologie und Kulturanthropologie mit neueren Perspektiven der Geschlechter- und Ungleichheitsforschung.

Informationen über den Studiengang sind zu finden unter:
http://www.atlantic-studies.uni-hannover.de


Universität zu Köln

Institut für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte (IHILA)
http://www.ihila.uni-koeln.de

Die Abteilung für iberische und lateinamerikanische Geschichte des Historischen Seminars der Universität zu Köln ist die einzige selbständige größere universitäre Institution zur Geschichte Lateinamerikas und der iberischen Halbinsel in der Bundesrepublik und derjenige Ort, an dem 1961 erstmals ein Lehrstuhl für iberische und lateinamerikanische Geschichte in Deutschland eingerichtet wurde. 1993 wurde eine zweite Professur eingerichtet, auf die Michael Zeuske berufen wurde, die er bis heute bekleidet. Im Jahre 2000 übernahm Barbara Potthast die Leitung der Abteilung.

Diplom Regionalwissenschaften Lateinamerika (RWL)
http://www.lateinamerika.uni-koeln.de/rwl.html
Seit 1989 wird in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Spanien-Portugal-Lateinamerika (ASPLA) http://www.lateinamerika.uni-koeln.de/ und dem Lehr- und Forschungszentrum Lateinamerika (LFZL) der Diplomstudiengang Regionalwissenschaften Lateinamerika als Verbundstudiengang an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln angeboten. Diese in Deutschland einmalige Kombination verband das Fach Iberische und Lateinamerikanische Geschichte mit den Fächern Romanistik (Spanisch und Portugiesisch), Sozialwissenschaften und VWL. Mittlerweile wurde die Kombination auf drei Fächer reduziert, indem nun zwischen Sozialwissenschaften und VWL gewählt werden muss.

Regionalstudien Lateinamerika (RSL)
http://www.lateinamerika.uni-koeln.de/studium.html
Seit dem Wintersemester 2007/2008 wird das Fach Regionalstudien Lateinamerika an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln angeboten. Dabei wurde die Fächerkombination des Studiengangs RWL als Grundlage übernommen (s.o.). Die Fächer Iberische und Lateinamerikanische Geschichte und Romanistik werden hierbei zum Pflichtfach Lateinamerikastudien zusammengefasst, das durch die Wahlpflichtfächer Volkswirtschaftslehre (VWL) und Sozialwissenschaften (Politikwissenschaften oder Soziologie) ergänzt und zum Verbundstudiengang RSL kombiniert wird. Der Studiengang wird seit dem Wintersemester 2007/2008 für den Studienabschluss Bachelor of Arts (B.A.) http://www.lateinamerika.uni-koeln.de/rsl.html und seit dem Wintersemester 2008/2009 für den Studienabschluss Master of Arts (M.A.) http://www.lateinamerika.uni-koeln.de/ma_rsl.html angeboten. Hier finden Sie weitere Informationen zu B.A. und M.A. im Fach RSL.

Zusatzqualifikation "Mehrsprachige Kompetenz" für RSL
http://www.lateinamerika.uni-koeln.de/pmk.html Um die erforderlichen interkulturellen Kompetenzen angemessen entwickeln zu können, setzt der Studiengang RSL bereits grundlegende Kenntnisse des Spanischen oder Portugiesischen auf dem Niveau der Kompetenzstufe B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens voraus. Im Rahmen der Zusatzqualifikation "Mehrsprachige Kompetenz" kann ein großer Teil der Lehrveranstaltungen in Spanisch oder Portugiesisch absolviert werden. Dies wird mit einem Zertifikat bescheinigt. Das Programm hat das Ziel, die sprachliche Kompetenz der Studierenden auch auf der theoretischen und methodischen Ebene zu vertiefen und zu erweitern und das Bewusstsein für unterschiedliche Wissenschaftskulturen zu schärfen. RSL wird damit nicht nur zu einem interdisziplinären, sondern zu einem mehrsprachigen interkulturellen Studiengang.


Die Abteilung für Nordamerikanische Geschichte
www.uni-koeln.de/phil-fak/histsem/anglo/


Universität Leipzig

Die Universität Leipzig bietet in Kooperation mit den Universitäten Wien (Österreich), Wroclaw (Polen), der London School of Economics (Großbritannien), der Dalhousie University (Kanada), der Macquarie University (Australien), der Stellenbosch University (Südafrika) sowie der University of California in Santa Barbara (USA) den internationalen Masterstudiengang "Global Studies - A European Perspective" an. Während des zweijährigen Studiums setzen sich die Studierenden intensiv mit Globalisierungsprozessen auseinander. Es werden Fähigkeiten und Kenntnisse zur Analyse und Bewältigung von Verwerfungen in einer konflikthaft verlaufenden Globalisierung vermittelt, die die Absolventen dazu befähigen sollen wichtige Positionen in der Wissenschaft oder in zwischenstaatlichen und supranationalen Behörden sowie Nichtregierungsorganisationen, in der Entwicklungszusammenarbeit oder auf dem Gebiet der interkultureller Vermittlertätigkeit zu übernehmen. Im Jahr 2008 wurde der Studiengang vom DAAD mit dem Qualitätslabel "Top 10 - International Master Degree course made in Germany" ausgezeichnet. Die EU fördert ihn finanziell im Rahmen des Erasmus Mundus Programmes. Detaillierte Informationen zum Masterstudiengang sind auf der folgenden Seite abrufbar:

http://www.uni-leipzig.de/gesi/emgs/


Westfälische Wilhelms Universität Münster

Am Historischen Seminar wurde 2004 eine Professur zur außereuropäischen Geschichte eingerichtet, die derzeit mit einer Lateinamerikahistorikerin besetzt ist. Ab dem SoSe 2008 ist eine Professur für Nordamerikanische Geschichte hinzugekommen, so dass nun in alle Studiengängen, an der die Neuere und Neueste Geschichte beteiligt ist, Veranstaltungen zu den Amerikas besucht werden können. http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-sem/AE-G/